Ethische Geldanlagen: Was Anleger wirklich wollen
Grüne Geldanlagen sind im Trend. Das bestätigt eine aktuelle Forsa-Umfrage. Dazu wurden 1001 Finanzentscheider befragt. Ergebnis: Die Mehrzahl der Anleger achtet neben den klassichen Kriterien wie Sicherheit und Rendite zunehmend auch auf soziale und ökologische Aspekte.
Rund 70 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen soziale Gesichtspunkte bei der Geldanlage wichtig sind. 56 Prozent sagten, dass die ökologischen Kriterien eine große Rolle bei der Wahl der Anlagestrategie spielen. Laut Umfrage messen insbesondere Frauen den moralischen Gesichtspunkten genau so viel Bedeutung bei wie der Rendite eines Investments.
Die wichtigsten Aspekte für potenzielle Anleger sind nach wie vor die Sicherheit des Investments, sagen 93 Prozent, die flexible Laufzeit (87 Prozent), die freie Verfügbarkeit (83 Prozent) und die Rentabilität (74 Prozent). Überraschend: Die Mehrheit der Anleger folgt in erster Linie ihrem Bauchgefühl. Sechs von zehn Befragten gaben an, bei der Wahl einer Anlageform auf ihre "innere Stimme" zu hören. 48 Prozent vertrauen auf den Rat eines Bank- oder Vermögensberaters. Rund 34 Prozent setzen auf Informationen aus Zeitung und Internet. Auf Empfehlungen von Verwandten und Bekannten vertrauen 30 Prozent.
Experten sehen in grünen Geldanlagen noch erhebliches Potenzial. Aktuell entscheiden sich nur etwa drei Prozent für ein ökologisches Investment. Der Hauptgrund dafür, so ergab die Studie, ist, dass nachhaltige Geldanlagen zu wenig bekannt sind. 66 Prozent ist diese Anlageform gänzlich unbekannt, 33 Prozent haben schon einmal davon gehört. Immerhin: 34 Prozent der informierten Anleger ziehen eine sozial-ökologische Geldanlage in Betracht.
Die aktuelle Forsa-Studie entstand im Auftrag der GLS Bank und des Energiedienstleisters Green City Energy. Sie wurde im Rahmen der Messe "Grünes Geld" in München am 9. Jui erstmals vorgestellt.



